Begonnen habe ich mit dem Tennissport vor über 45 Jahren. Mein erster Trainer war damals deutscher Seniorenmeister. Trainieren konnten wir alle 14 Tage in einer Handballhalle mit gebohnertem Parkettboden. Semicontinentalgriff, Arm strecken, Handgelenk anwinkeln, den viel zu dicken M6 Griff festhalten, seitlich stehen. Aus heutiger Sicht spielte ich grottenschlecht und sehr viel schlimmer: mit ganz geringem Selbstvertrauen. Es kam die Vic Braden Zeit. Extremste Griffe waren plötzlich in. Ich probierte fleißig an den Veränderungen mit und brach mir beinahe das Handgelenk dabei. Bei der C-Trainerausbildung verlangte man von mir die Demonstration aller Schläge und Techniken. Die Zulassungsprüfung war Stress pur. Meine Frage, warum denn eigentlich alle Menschen gleich spielen sollen, wurde nicht gern gehört. Während meines Studiums bekam ich ein Angebot zur Leitung einer Tennisschule. Ich sagte „Ja“ und blieb. Schon damals kamen sehr viele Menschen in mein Training, weil sie sich gut aufgehoben fühlten. Sie spürten, dass ich ernsthaft an ihnen interessiert war. Die Ausbildungsrichtlinien zweifelte ich immer mehr an und suchte neue Wege. Eine äußerst bedeutsame Begegnung war dann ein Training mit Lennart Bergelin, dem Coach von Björn Borg. Er brachte mir auf sehr einfache Art und Weise bei, was ich noch nicht wußte. „Du denkst nur über Deine Technik nach“, sagte er damals zu mir. Aber!!! „TENNIS IST EIN SPIEL MIT EINEM BALL“.  Dieses Wochenende mit Lennart öffnete mir das Tor zur Freiheit; zu meiner Befreiung von all den Technikvorschriften, denen ich bis dahin glaubte gerecht werden zu müssen. Als Folge daraus habe ich eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Schläger und dem Ball entwickelt, die sich unglaublich leicht anfühlt. Lennart hatte nichts zu mir gesagt, außer diesem Satz. Dennoch reichte es aus, um mich als Trainer neu zu erfinden. Ich durfte mit diesem Neuverständnis auch meinen Schülern Tore zur freien Entwicklung aufstoßen. Heute weiß ich, dass dafür sehr, sehr viel Erfahrung mit Menschen notwendig ist. Was mit den Menschen passiert, lernte ich zu verstehen und dieses Wissen darf ich als personal coach erfolgreich weitergeben.