Als Standard Lebenslauf kann man mein bisheriges Leben eher nicht bezeichnen. Obwohl alles mit einem Abitur am Duisburger Steinbart Gymnasium und einem in Köln begonnenen BWL Studium daraufhin deutete. Stattdessen wurden es 5 tolle Jahre als Tennisacademy Leiter in Wuppertal. Das waren BWL und Menschenkenntnis in der Praxis.

1983 ein Wechsel nach Bad Arolsen, wo die Belebung des Tenniscenters und die Installation eines Tennisfachgeschäftes erfolgreich gestaltet wurden. Das erste hessische Schultennisprojekt in Abstimmung mit der Landesregierung war ein highlight. Aus meiner Nachwuchsförderung kam dann auch Jens Knippschild, den ich vom 10-jährigen in die Top 200 der Herrenweltrangliste als ATP Tour Coach begleiten durfte. Wege trennen sich; neue Aufgaben zeigen sich auf.

1992  Auf meine Zeit als Cheftrainer beim TC Biblis schaue ich sehr gern zurück. Mit wenig angefangen und vier Jahre später war der Verein hervorragend aufgestellt. Unvergessen werden immer die Erlebnisse mit der Herrenmannschaft sein. Ein Team, welches gezeigt hat, wozu Menschen fähig sind, wenn jeder für jeden da ist.

1997 traf ich dann die Entscheidung in Hillesheim/Eifel eine eigene Tennishalle zu kaufen. Bevor der Betrieb geöffnet werden konnte, galt es eine Saunaerlebniswelt in eine Wohnung zu verwandeln, die Gastronomie neu zu gestalten und die Tennishalle zu modernisieren. All das war in nur 5 Monaten realisiert. Das Tenniscenter Bolsdorfer Tälchen wurde zum Tagestreffpunkt.

2001 erlebte ich eine Traumzeit durch die Sanierung und Restaurierung des alten Pfarrhauses in Ehlenz bei Bitburg. Ein Charakterhaus von 1778 wurde unter Anleitung des begnadeten Lehmbauers Ede Jaax ausschließlich mit Naturbaustoffen vollständig wiederhergestellt. Lust und Begeisterung machten es möglich, dass nach nur 10 Monaten Bauzeit das alte Pfarrhaus nach 15-jährigem Leerstand wieder in die Gemeinde zurückfand. 2002 folgte das ehemalige Zehnthaus der Pelmer Kasselburg. 2003 das letzte ökologische Bauprojekt mit einem der ältesten Bauernhäuser in Lissingen bei Gerolstein.

2009 entstand der Verkauf des Tenniscenters, gefolgt von 8 Jahren für die Tennisvereine Jugenheim und Essenheim. Auch hier war eine Neustrukturierung von der Basis her angesagt. Halt!, nein, das muss ich korrigieren. Das wäre keine Würdigung des Erlebten. Ein Freund nannte es später „eine Oase der Geborgenheit“. Wenn Kinder/Menschen freudig kommen und glücklich gehen. Es ist möglich.

Seit 2018 folge ich meinem fotografischen Talent.